Dem Glück auf der Spur

Haben Sie sich eigentlich schon einmal Gedanken darüber gemacht, warum so wenige Menschen wirklich richtig glücklich sind? Liegt es an ihren Lebensumständen? Verdienen sie zu wenig Geld? Ist ihr Job schuld? Liegt es daran, dass sie keinen Lebenspartner haben? Oder liegt es daran, dass sie einen haben?!
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Lebensumstände, in denen wir in unserer Gesellschaft leben, keine große Auswirkung auf unser Glück haben. Das belegen unzählige Sozialstudien, in denen man den Zusammenhang zwischen den Lebensumständen und dem Glücklichsein untersucht hat. Weder macht das liebe Geld glücklich, noch die Partnerbeziehung. Reiche sind nicht glücklicher wie Arme und Paare nicht glücklicher wie Singles. Der einzige Zusammenhang zwischen den Lebensumständen und dem Glücklichsein, den Forscher finden konnten, bestand in der Sicherung des überlebens. Ist unser überleben tatsächlich gefährdet, weil wir zum Beispiel nicht genug zu essen haben, um überleben zu können, macht uns dieser Sachverhalt unglücklich. Sobald wir jedoch ausreichend Nahrung haben, um zu überleben, können wir damit genauso glücklich oder auch unglücklich fühlen, wie Menschen, die jeden Tag in einem Luxusrestaurant speisen.
Sozialstudien, die das Glück ganzer Nationen gegenüberstellen, zeigen auf, dass die Menschen in vielen sehr armen Ländern tatsächlich glücklicher sind als wir in Europa.
Warum sind wir also nicht glücklicher? Was machen wir falsch? Wir ackern wie die Blöden, nehmen unsere Probleme sehr ernst, und dann kommt irgendein Dritte-Welt-Land und ist glücklicher als wir. Irgendetwas scheinen wir also falsch zu machen.
Wie sinnvoll ist es wirklich, was wir hier tun? Wie sinnvoll ist es, den ganzen Tag daran zu arbeiten, unsere Lebensumstände zu verbessern und alle Probleme, die dabei entstehen, tödlich ernst zu nehmen? Ist das wirklich der richtige Weg zum Glück?
Neurobiologen haben herausgefunden, dass wir Menschen wie auch alle Tiere über ein emotionales Belohnungs- und Vermeidungssystem verfügen. Diesen beiden Systemen verdanken wir unsere glücklichen und unglücklichen Gefühle. Das Problem ist, dass diese Systeme sehr anpassungsfähig sind. Sie passen sich unseren Gewohnheiten an.
Aktivieren wir sehr häufig das Vermeidungssystem, indem wir in unseren Problemgefühlen fest hängen, wird dieses System sofort ausgebaut. Nach wenigen Monaten ist es zur doppelten Größe herangewachsen und macht auch doppelt so viele schlechte Gefühle. Dummerweise blockiert dieses System dann auch noch unser Belohnungssystem, das für all unsere guten Gefühle verantwortlich ist. Kommt das Belohnungssystem nicht wirklich zum Zug, wird seine Funktion mehr und mehr eingestellt. Das System verkümmert regelrecht. Im Extremfall winkt eine Depression.
Eine Depression definiert sich übrigens nicht dadurch, dass man sich schlecht fühlt. Man hat eine Depression, wenn man nicht mehr in der Lage ist, sich gut zu fühlen. Neurologisch ist das Belohnungssystem so weit verkümmert, dass es vom Vermeidungssystem vollkommen dominiert wird. Aus diesem Teufelskreis auszusteigen, ist sehr schwer. Besser ist es, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen.
Genauso wie das Vermeidungssystem durch häufige Aktivierung aufgebaut werden kann, so kann auch das Belohnungssystem verstärkt werden. Beide Systeme sind wie gesagt sehr anpassungsfähig. Verstärken wir das Belohnungssystem, hemmen wir damit automatisch das Vermeidungssystem. Unsere Fähigkeit, glückliche Gefühle zu erleben, wird dadurch verstärkt, wohingegen die neurologische Fähigkeit, schlechte Gefühle zu erzeugen, vermindert wird. Auf diese Weise fühlen wir immer häufiger glückliche Gefühle und immer seltener die unglücklichen. Im Klartext: Wir werden zunehmend glücklicher.
Neurologisch gesehen ist dies die einzige Möglichkeit, glücklicher zu werden. Wenn man das weißt, sollte man sich über den Weg zum Glück, den man bisher eingeschlagen hat, noch einmal Gedanken machen. Lassen Sie uns dies einmal gemeinsam tun:
Wie groß sind unsere Chancen, unser Belohnungssystem zu verstärken, indem wir den ganzen Tag fleißig daran arbeiten, all unsere Probleme zu lösen und diese deshalb sehr ernst nehmen? Sind es mehr als null Prozent?!
Wie groß sind unsere Chancen, wenn wir ehrgeizig unsere Ziele verfolgen und mit dem, was wir bereits erreicht haben, nie zufrieden sind? Werden wir auf diese Weise jemals zum Ziel kommen? Werden wir dadurch unser Belohnungssystem verstärken?!
Wie groß sind unsere Chancen, dieses System zu verstärken, wenn wir uns mit jedem kleinen Pups einen Riesenstress machen?!
Es ist also ganz offensichtlich ein Richtungswechsel angesagt!
Aus wissenschaftlicher Sicht haben wir in Europa schon längst alle Voraussetzungen geschaffen, die wir bräuchten, um vollkommen glücklich zu sein. Trotzdem arbeiten wir weiterhin wie besessen daran, alle Bedingungen zum Glücklichsein zu erreichen und abzusichern. Offensichtlich hat noch niemand gemerkt, dass er bereits alles hat, was er zum Glücklichsein bräuchte.
Unsere emotionalen Belohnungs- und Vermeidungssysteme sind von der Natur geschaffen worden, um das überleben jedes einzelnen und das unserer gesamten Rasse zu gewährleisten. Dazu versuchen wir Menschen, eine Reihe von angeborenen Instinkten zu befriedigen. Wir streben zum Beispiel danach, unsere Existenz abzusichern. Unseren Instinkten geht es dabei jedoch nicht um den Jaguar, den wir in der Garage stehen haben, sondern um wirklich existenzielle Grundlagen, die unser nacktes überleben absichern. Der Instinkt ist schon zufrieden, wenn wir genug zu essen haben und im Winter einen warmen Schlafplatz finden. Diese Bedingungen würden dem Instinkt schon ausreichen, um unser emotionales Belohnungssystem zu aktivieren und uns Glücksgefühle zu machen.
Leider verhindern wir dieses Glück durch die bewussten Sorgen, die wir uns um unsere Existenzsicherung machen. Wir machen uns Sorgen um unseren Arbeitsplatz. Wir sorgen uns um unsere Rente. Wir machen uns zum Beispiel diese Sorgen, wenn unser Chef nicht zufrieden mit uns ist.
Für unsere Instinkte sind diese Sorgen sehr missverständlich. Sie verstehen nicht, was wir genau befürchten. Sie kennen nicht den Unterschied zwischen Lebensstandard und reiner Existenzsicherung. Sie gehen daher von einer akuten Lebensgefahr aus.
Also stehen wir mit Herzklopfen und weichen Knien vor unserem Chef und haben tatsächlich instinktiv Angst, dass wir verhungern und im Winter erfrieren müssen, wenn der Chef uns entlässt. Wir würden kein Geld mehr verdienen, uns nichts mehr zu essen kaufen können und weiterhin unsere Miete nicht mehr zahlen können. Wir würden also verhungern und erfrieren. Dass unsere Instinkte bei diesen Aussichten Panik aufkommen lässt, ist verständlich.
Natürlich ist es in unserer heutigen Gesellschaft mehr als realitätsfremd so zu denken. Unsere Arbeitslosen verhungern nicht alle. Sonst hätten wir längst keine 4 Millionen Arbeitslosen mehr!
Insgesamt gibt es sechs dieser Instinkte, die für unsere unglücklichen und unglücklichen Gefühle sorgen. Sie alle sind in unserer heutigen Zeit lägst befriedigt. Würden wir unsere Instinkte nicht ständig mit falschen Beurteilungen unserer Lebensumstände verwirren, wären wir alle überaus glückliche Menschen. Unser neurologisches Belohnungssystem wäre fit wie ein Turnschuh. Stattdessen haben wir alle leider unser Vermeidungssystem trainiert.
Bei kritischer Betrachtung unserer Instinkte kommt man nicht umhin, den Wissenschaftler Recht zu geben. Wir haben tatsächlich schon alles erreicht, was wir bräuchten, um wahrhaft glücklich zu sein. Wir tun es einfach nur nicht!
Unsere Instinkte suchen nach Menschen, die zu uns passen, und bei denen wir erwünscht sind. In der Frühzeit des Menschen war dies überlebenswichtig. Hatte man kein starkes und einiges Rudel, konnte man den Winter nicht überleben. Doch wie viele Menschen brauchen wir heute, um überleben zu können? Wie gut müssen heute noch andere Menschen zu uns passen, damit wir über den Winter kommen?
Diese Fragen erscheinen aus heutiger Sicht regelrecht lächerlich. Daher stellt sie auch niemand. Außer unsere Instinkte! Sie stehen auch heute noch auf dem gleichen Stand wie vor ein paar Tausend Jahren. Und damals brauchte man noch eine starke Gemeinschaft zum überleben. Heute leben wir von Geburt an in solch einer starken Gemeinschaft. Unsere Instinkte merken dies nur leider nicht. Die Menschenrudel der Frühzeit waren sehr klein. Sie umfassten meist weniger als fünfzig Menschen. Unsere Instinkte sind in der Lage, eine Gruppe von fünfzig Menschen als Rudel zu erkennen. Sie sind jedoch nicht in der Lage, ein Rudel mit einer Mitgliederzahl von einigen Hundertmillionen Menschen zu erkennen. Diese Anzahl übersteigt ihr Wahrnehmungsvermögen.
Aus diesem Grund drängen uns unsere Instinkte noch heute dazu, zu einer bestimmten Gruppe von Menschen dazu gehören zu wollen. Dafür gehen wir sehr viele Kompromisse ein, wenn es notwendig ist.
Aus dem gleichen Grund fühlen wir uns auch einsam, wenn wir von unserem Partner verlassen werden. Das Gefühl der Einsamkeit ist ein Vermeidungsgefühl unserer Instinkte, mit dem sie uns dazu bringen wollen, diesen in der Frühzeit lebensgefährlichen Zustand des Alleinseins schnellstmöglich zu beenden. In Wirklichkeit sind wir jedoch in unserer Kultur nie alleine im Sinne unserer Instinkte. Wir sind nach einer Trennung lediglich wieder Single. Mehr nicht! Große Sozialstudien belegen, dass Singles nachweislich genauso glücklich sind wie Paare. Offensichtlich merken die Instinkte nach einer Weile, dass unser überleben als Single nicht in Gefahr kommt und hören auf, diese schrecklichen Vermeidungsgefühle der Einsamkeit zu machen.
Wir haben immer genug Menschen, um über den Winter zu kommen und um Schutz vor wilden Tieren zu finden. Diese Wahrheit genügt unseren Instinkten, um die Vermeidungsgefühle einzustellen.
Unsere Instinkte brauchen also unsere Unterstützung. Wir müssen ihnen aufzeigen, dass unsere Umstände alles hergeben, was man für die überlebenssicherung braucht. Das ist alles, was wir tatsächlich brauchen, um unser emotionales Belohnungssystem aufzubauen und das Glück, das wir uns in unserer Kultur geschaffen haben, tatsächlich auch mal auskosten zu können.
Wir sind also wirklich in der falschen Richtung unterwegs. Unsere Lebensumstände sind nicht daran schuld, wenn wir nicht glücklich sind. Die Fehlinformation unserer Instinkte ist dafür verantwortlich.
Natürlich haben viele Menschen ernsthafte emotionale Probleme, die ihnen das Glücklichsein erschweren können. Doch sind diese Probleme in aller Regel nicht so groß, dass sie den Aufbau des menschlichen Belohnungssystems verhindern könnten.
Ich habe in den letzten sechs Jahren mit ca. 7000 Menschen gearbeitet. Einige davon hatten so große emotionale Probleme, zumeist aus ihrer Kindheit, dass es ihnen tatsächlich nicht möglich war, ihr Belohnungssystem aufzubauen. Ihr Problem ließ keine guten Gefühle zu. Diese Menschen brauchten therapeutische Hilfe.
Ich schätze den Prozentsatz dieser Menschen auf unter ein Prozent. Das heißt, dass über 99 Prozent aller Menschen, mit denen ich in den letzten Jahren gearbeitet habe, dazu in der Lage waren, ihr Belohnungssystem aufzubauen, obwohl sie irgendwelche emotionalen Probleme hatten. Sie mussten also ihre Probleme nicht erst lösen, bevor sie glücklich werden konnten. Im Gegenteil: Sie mussten aufhören, ständig in ihren Problemen herumzukramen, damit sie überhaupt eine Chance hatten, ihr Belohnungssystem aufzubauen. Um damit aufhören zu können, brauchten sie Unterstützung.
Ich habe alles, was man dazu wissen muss, in dem Buch "Die Glückstrainer" verewigt. Viele aktuelle Ergebnisse aus der Glücksforschung hielten hier Einzug. Kennt man diese Forschungen, sieht man die Welt mit anderen Augen. Man erkennt, dass man in Wirklichkeit noch nie ein "echtes" Problem hatte. In Wirklichkeit hatte man schon immer alles, was man brauchte, um richtig mächtig glücklich zu sein. Man hat es nur nicht gewusst und ist deshalb den falschen Zielen hinterher gelaufen.
übrigens war bei diesen 7000 Menschen kein einziger dabei, bei dem die Lebensumstände tatsächlich verhindern konnten, dass er glücklich wird. Es waren jedoch ca. 7000, die der Meinung waren, dass sie mit ihren Lebensumständen ernsthafte Probleme hätten. Nach kurzem Hinschauen löste sich diese Meinung jedoch sehr schnell in Wohlgefallen auf. Sie haben ihre Probleme also nicht gelöst, sie haben erkannt, dass sie gar keine wirklichen Probleme hatten! Danach waren die Probleme nur noch Aufgaben, die sie immer noch lösen wollten, die ihnen jedoch keine schlechten Gefühle mehr bereiteten. Netterweise lassen sich Aufgaben sehr viel einfacher lösen als Probleme. Auf diese Art und Weise wurden diese Leute also nicht nur glücklicher, sondern auch noch erfolgreicher.
Wenn Sie nicht zu den Menschen gehören, die tatsächlich einer Therapie bedürfen (wie gesagt meiner Meinung nach weniger als 1 Prozent aller Menschen), dann empfehle ich Ihnen einen Richtungswechsel. Geben Sie Ihren Problemen nicht mehr so viel Gewicht. Viel wichtiger ist es, etwas für Ihre guten Gefühle zu tun. Nur, wenn das Belohnungssystem tatsächlich genutzt wird, kann es auch aufgebaut werden. Hören Sie also auf, etwas gegen die schlechten Gefühle zu tun und tun Sie lieber etwas für die guten.
Im übrigen besteht genau darin die beste Möglichkeit, um herauszufinden, ob Sie zu den 99 oder dem einen Prozent gehören. Sorgen Sie bewusst für gute Gefühle und trainieren Sie dies. Nur, wenn Ihre Gefühle dadurch tatsächlich schlechter werden, muss zuvor ein ernsthaftes Problem therapeutisch gelöst werden.
Eine einfache Anleitung für das Schaffen von guten Gefühlen finden Sie in dem Buch "Glücksgefühle bis zum Abwinken". Hier habe ich zehn Methoden beschrieben, für die Sie keinerlei Vorbildung oder sonstige Voraussetzungen schaffen müssen. Die meisten übungen sind so einfach, dass man sie bereits nach wenigen Tagen beherrscht.
Es genügt jedoch nicht, diese Methoden zu kennen. Viele haben dieses Buch gelesen und mir geschrieben, dass sie zwar jetzt wissen, wie sie glücklich sein könnten, es aber komischerweise einfach nicht tun. Ihnen fehlt die Motivation.
Wenn Sie motiviert sind, versuchen Sie bewusst und unbewusst, Ihr Ziel zu erreichen. Sie lassen keine Gelegenheit aus. Nach kurzer Zeit müssen Sie sich dann bewusst gar nicht mehr darum bemühen. Sie tun es automatisch unbewusst.
Viele Menschen lesen dieses Buch, üben ein bisschen und haben daraufhin ständig automatisch Glücksgefühle. Was diese Menschen von denen unterscheidet, bei denen ihr neues Wissen lediglich auf der Verstandesebene bleibt, ist die Motivation.
Wenn Sie Ihre Motivation verstärken wollen, dann empfehle ich Ihnen folgendes: Machen Sie sich bewusst, wie erstrebenswert das Ziel ist, Ihr Belohnungssystem so richtig auszubauen. Stellen Sie sich vor, wie Ihr Leben wäre, wenn Sie ständig Glücksgefühle hätten.
Um motiviert zu sein, braucht man eine Vision. Schaffen Sie sich also diese Vision.
Weiterhin sollte Ihnen Ihr Ziel wichtig sein. Wenn Ihnen etwas wirklich wichtig ist, dann kümmern Sie sich auch darum. Wenn es Ihnen also wirklich wichtig ist, etwas für Ihre Glücksgefühle zu tun, dann werden Sie es auch tun. Sie werden dann nicht länger auf Ihrem müden Hintern sitzen und sagen: "Ach ja, es wäre schön, wenn ich glücklich wäre!"
Sie werden es tun! Sie wissen nach den beiden angesprochenen Büchern, wie es funktioniert. Es ist nicht schwierig. Es muss nur getan werden!
Um etwas wichtig zu machen, gibt es eine einfache Methode. Vergleichen Sie verschiedene Dinge, die es zu tun gibt, mit dem Anwenden der 10 Glücksmethoden. Was ist zum Beispiel erst mal wichtiger? Sollten Sie erst einmal einen Partner finden, bevor Sie die Glücksmethoden anwenden, oder erst die 10 Methoden anwenden und dann nach einem Partner suchen? Was sollten Sie also zuerst tun?
Wie groß sind Ihre Chancen, einen tollen Partner zu finden, wenn Sie richtig glücklich sind? Und wie groß sind sie, wenn Sie voller Mangelgefühle durch die Welt laufen?! Wann sind Sie wohl attraktiver? Wann können Sie eher erkennen, dass ein Mensch wirklich zu Ihnen passt?
Ich denke, hier versteht sich die Antwort von selbst: Es ist erst einmal wichtiger, Glücksgefühle zu machen, bevor man sich der Partnersuche zuwendet!
Wie sieht es mit den Finanzen aus? Was sollten Sie zuerst tun? Ist es wichtiger, erst einmal der Kohle hinterher zu rennen, um dann glücklich zu werden? Oder ist es sinnvoller, erst einmal glücklich zu sein, und dann zu schauen, wie Sie zu Ihrem Geld kommen? Wann sind Sie wohl kreativer und leistungsfähiger? Wenn Sie in Bezug auf das Geld Mangelgefühle oder gar ängste haben, oder wenn Sie sich glücklich fühlen?
Also auch hier sollten man sich erst einmal Glücksgefühle machen. Mit Glücksgefühlen verfügt man über 200% seiner normalen Leistungsfähigkeit, wie Wissenschaftler unlängst herausgefunden haben. Dieses Potenzial sollte man nicht verschenken!
Ich bin in "Die Glückstrainer" sehr ausführlich auf diese Gegenüberstellung eingegangen. überall zeigt sich bei kritischer Betrachtung das gleiche Bild: Es ist immer besser, erst einmal etwas für die glücklichen Gefühle zu tun.
Ich möchte Ihnen anraten, diesen Vergleich ständig vorzunehmen. Fragen Sie sich einfach, was jetzt im Moment das Wichtigste ist, was es zu tun gibt, um glücklich zu werden. Ist es wichtiger, erst einmal dies und jenes zu machen, oder wäre es wichtiger, erst einmal die 10 einfachen Glücksmethoden anzuwenden, um intensive und anhaltende Glücksgefühle zu erzeugen? Was ist also das Wichtigste, was es jetzt im Moment zu tun gibt, um Ihr Belohnungssystem aufzubauen? Diese Frage sollten Sie sich alle fünf Minuten stellen. Sie geben damit dem Anwenden der Glücksmethoden eine immer größer werdende Wichtigkeit. Nach kurzer Zeit wird Ihre Motivation zum Anwenden dieser Methoden so groß sein, dass Sie es automatisch unbewusst tun.
Das gelingt jedoch nur, wenn Sie die Glücksmethoden zuvor bewusst erlernt haben. Ein bisschen üben ist also notwendig. Das üben kostet dann jedoch keine überwindung mehr. überwinden müssen Sie sich immer nur dann, wenn Sie keine ausreichende Motivation haben. Sie wissen dann zwar vom Kopf her, dass es sinnvoll wäre, aber Sie fühlen es nicht.
Es geht also ums Gefühl, wenn es um Motivation geht. Und dieses Gefühl kann über den Verstand geschaffen werden. Die besagte Frage ist dazu in der Lage: "Was ist jetzt erst einmal das Wichtigste, was es zu tun gibt, um richtig glücklich zu werden?"
Was man dabei falsch machen kann: Falsch wäre, den Vergleich nicht auf das Handeln zu beziehen sondern auf das Ergebnis.
Beispiel: Falsch wäre: "Was ist wichtiger? Meine Beziehung oder glückliche Gefühle?"
Richtig wäre: "Was ist jetzt erst einmal das Wichtigste, was es zu tun gibt, um richtig glücklich zu werden? Sollte ich erst etwas für meine glücklichen Gefühle tun und dann für meine Beziehung, oder erst etwas für die Beziehung und dann für die guten Gefühle?"
Die benannte Frage bezieht sich nicht auf die Entscheidung, was generell wichtiger ist, sondern lediglich darauf, was Sie als erstes tun sollten. Sie brauchen keine Entscheidung zu treffen zwischen Ihren Zielen und dem Glücklichsein. Sie können beides haben. Sie sollten lediglich die richtige Reihenfolge berücksichtigen. Und die ist immer gleich. Es ist erst einmal wichtiger, etwas für Ihre glücklichen Gefühle zu tun und danach für alle anderen Ziele.
Mit den 10 Methoden, die in dem Buch "Glücksgefühle bis zum Abwinken" beschrieben sind, gelingt dies mit etwas übung in wenigen Sekunden.
Sie tun immer das Wichtigste zuerst. Sind ständig irgendwelche anderen Dinge wichtiger als das Glücklichsein, werden Sie auch keine Motivation dafür aufbringen können, etwas für die guten Gefühle zu tun. Ist es Ihnen jedoch immer am wichtigsten, etwas für Ihre guten Gefühle zu tun, werden Sie unweigerlich von Tag zu Tag immer glücklicher. Ihr Belohnungssystem wird verstärkt und trainiert. Die Glücksgefühle, zu denen Sie dann fähig sein werden, werden alles bisher Erlebte in den Schatten stellen. Ihre Leistungsfähigkeit wird Ihnen Erfolge bescheren, mit denen Sie sich selbst beeindrucken. Ich wünsche Ihnen viel Spaß und vor allem viele glückliche Gefühle dabei. Lassen Sie es sich gut gehen.
Ella Kensigton (Bodo Deletz)